Nach Urkundenunterdrückung nun Hausfriedensbruch? Zum zweiten Mal binnen weniger Monate leitet die Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren gegen Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden ein — diesmal wegen Hausfriedensbruchs. Im ersten Verfahren geht es um Urkundenunterdrückung bei einem Großeinsatz mit 100 Beamten. Jetzt: Wohnungstüren aufgebrochen, kein Beschluss, keine Rechtsgrundlage. Die Stadt Hameln räumt das ein. Die Polizei schweigt.
Dossier Hameln hat uncensored KI-Modelle getestet. Das System antwortete auf alle Fragen zu zehn Deliktsbereichen: Sprengstoff, Drogen, Geldwäsche, Fälschungen, Sicherheits-Umgehung, Rekrutierung für extremistische Gruppen — und mehr. Reguläre KI blockiert diese Fragen. Ungefilterte Modelle antworten: kostenlos, lokal, offline, nicht nachverfolgbar. Fachleute bestätigten die Präzision. Das ist das Problem.
Die AfD bezieht erstmals feste Räume in Hameln, wenige Wochen vor der Kommunalwahl. Ein Blick in ihre Beschlusslage statt auf ihre Plakate: Grundsteuer streichen, Bürgergeld um 30 Prozent kürzen, Rentenalter 67, Windräder abreißen, zurück zur nationalen Währung. Dazu ein Personaltableau mit zwei rechtskräftigen Verurteilungen – und ein Landesverband, den der Verfassungsschutz hochgestuft hat.
Die Stadt Hameln hat eingeräumt, dass für das Aufbrechen von vier Wohnungstüren keine tragfähige Rechtsgrundlage feststellbar ist. Offen bleibt, wer es angeordnet hat — und welche Rolle die Polizei dabei spielte, die nach Darstellung der Stadt nur zum Schutz der Mitarbeiter dabei war. Der Chefredakteur dieser Zeitung hat Strafanzeige erstattet. Die Anzeige in Teilen im Wortlaut.
Kafka schrieb 1914 einen Roman über einen Mann, der verhaftet wird ohne zu erfahren warum. Das Verfahren läuft. Die Zuständigen sind zuständig. Niemand tut etwas Falsches. Am Ende wird er hingerichtet. Der Proceß ist kein Buch über eine Diktatur. Es ist ein Buch über eine Behörde.
Manche Bücher erklären, wie Systeme funktionieren. Der Kampf ums Recht erklärt, warum jemand darauf besteht, dass sie es tun. Rudolf von Jhering hielt den Vortrag 1872 in Wien vor überfülltem Saal. Sein Gedanke: Recht ist nichts, was man hat – es ist etwas, was man behauptet. Und wer es nicht behauptet, verliert es. Nicht nur für sich.
Einleitung
Manche Bücher erklären wie Systeme funktionieren. Der Graf von Monte Christo erklärt was ein Mensch braucht, wenn sie es nicht tun.
Alexandre Dumas schrieb den...
Einleitung
Kaum ein Konzept der modernen Entscheidungstheorie hat so viel erklärt und so wenig Eingang in das alltägliche Denken von Institutionen gefunden wie das Gefangenendilemma....