Petters wird Landrat: SPD verteidigt das Kreishaus in Hameln-Pyrmont

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Stichwahl entschieden – Emmerthals Bürgermeister setzt sich in der Landratswahl mit rund 57 Prozent gegen CDU-Kandidatin Elisabeth Meyer durch

Hameln-Pyrmont. Dominik Petters (SPD) wird neuer Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont. In der Stichwahl am Sonntag erreichte der Emmerthaler Bürgermeister nach dem vorläufigen Ergebnis rund 57 Prozent der gültigen Stimmen. Seine Herausforderin Elisabeth Meyer (CDU) kam auf etwa 43 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 37 Prozent.

Damit bleibt das Landratsamt in sozialdemokratischer Hand. Petters tritt die Nachfolge von Amtsinhaber Landrat Dirk Adomat an und leitet die Kreisverwaltung für die kommenden acht Jahre. Eine Premiere bleibt aus: Mit Meyer hätte Hameln-Pyrmont erstmals eine Landrätin bekommen – verbunden mit einem Wechsel von der SPD zur CDU.

Vorsprung aus dem ersten Wahlgang gehalten

Der Ausgang zeichnete sich bereits am 13. September ab. Im ersten Wahlgang hatte Petters 26.990 Stimmen (37,4 Prozent) erhalten, Meyer 21.092 (29,2 Prozent). Da niemand die absolute Mehrheit erreichte, war die Stichwahl nötig. Ausgeschieden waren Elke Domeyer (Grüne, 8479 Stimmen) und Dirk Hüge (AfD, 15.607 Stimmen) – das entspricht 11,75 beziehungsweise 21,63 Prozent. Offen war vor allem, wie sich deren Wählerinnen und Wähler in der Stichwahl verhalten würden.

Die Beteiligung im ersten Wahlgang hatte bei 62,4 Prozent gelegen – deutlich höher als bei der Landratswahl im März 2020 (40,51 Prozent) und der Stichwahl im April 2020 (45,73 Prozent). Rund 118.000 Wahlberechtigte waren an diesem Sonntag erneut aufgerufen.

Verwaltungserfahrung gegen Netzwerkerin

Petters, Jahrgang 1989 und Diplom-Verwaltungswirt, ist seit 2021 Bürgermeister von Emmerthal und trat dort nicht erneut an. Im Wahlkampf hatte er vor allem seine Verwaltungserfahrung in den Vordergrund gestellt. Die 1987 geborene Betriebswirtin Meyer hatte sich als Netzwerkerin präsentiert, die die Kreisverwaltung modern führen und den Dialog mit den Bürgern suchen wolle.

Folgen für Emmerthal

Mit dem Wechsel ins Kreishaus endet Petters‘ Zeit im Emmerthaler Rathaus. Über seine Nachfolge wurde ebenfalls heute in einer Stichwahl entschieden: Henry von Klenke (CDU, 41,17 Prozent im ersten Wahlgang) trat gegen Daniel Meier (SPD, 39,72 Prozent) an. Henry von Klenke ging heute als Sieger der Stichwahl hervor und ist somit neuer Bürgermeister in Emmerthal.

Das endgültige Ergebnis stellt der Kreiswahlausschuss in öffentlicher Sitzung fest.

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