StartAllgemeinAnschlag in Hameln – Unbeteiligter schwer verletzt

Anschlag in Hameln – Unbeteiligter schwer verletzt

Hameln. Am Donnerstagabend, dem 25. Juni 2026, ist es am Hastenbecker Weg in Hameln gegen 21:15 Uhr zu einem Schusswaffenangriff gekommen. Verletzt wurde dabei ein unbeteiligter Hamelner Unternehmer, der einen Schuss ins Bein erlitt. Nach Recherchen von Dossier Hameln galt der Angriff nicht ihm, sondern einer anderen Person, die sich mit ihm am Tatort aufhielt. Die Polizei löste eine Fahndung aus, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war.

Der Einsatz vor Ort

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort: Ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz, maskierte Beamte einer Verfügungseinheit sicherten das betroffene Objekt ab. Die Polizei leitete eine Fahndung nach den Tätern ein. Im Umfeld des Tatorts wurde mit Unterstützung der Feuerwehr und unter Hinzuziehung von Spürhunden nach Spuren gesucht. Die Spurensuche dauerte bis weit nach Mitternacht.

Eine offizielle Pressemitteilung der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden oder der Staatsanwaltschaft lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht vor.

Spurensuche - Feuerwehr leuchtet den Tatort ausQuelle: Tim Menke
Spurensuche – Feuerwehr leuchtet den Tatort aus

Der geschilderte Tathergang

Nach Darstellung der Familie der mutmaßlichen Zielperson standen die beiden Männer auf dem Hof, als aus Richtung der Hamel Steine in ihre Richtung geworfen wurden. Als sie nachschauen wollten wo die Steine herkamen, trat eine maskierte, bewaffnete Person aus dem Gebüsch hinter einem Container hervor. Die beiden Männer ergriffen die Flucht, woraufhin der Maskierte das Feuer eröffnete. Hierbei wurde einer der Männer im Knie getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Unternehmer aus Hameln. Eine unabhängige Bestätigung des genauen Ablaufs durch die Ermittlungsbehörden steht aus.

Diensthund sucht nach im Umfeld des Tatorts nach SpurenQuelle: Tim Menke
Diensthund sucht nach im Umfeld des Tatorts nach Spuren

Möglicher Bezug zu einem Düsseldorfer Mordanschlag

Bei der mutmaßlichen Zielperson handelt es sich um den Bruder eines Mannes, der im erweiterten Zusammenhang mit einem aufsehenerregenden Mordanschlag in Düsseldorf angeklagt ist, er soll logistisch zur späteren Tat beigetragen haben. Keiner der beiden Männer steht in Verbindung zu dem zugrundeliegenden Themenbereich.

Hintergrund: Am 30. Dezember 2025 waren in Düsseldorf auf der Kaiserstraße auf Höhe des Hofgartens etwa zehn Schüsse auf ein Taxi abgegeben worden. Das 40-jährige Opfer, der Neffe eines in den Niederlanden inhaftierten und als „Pablo Escobar Europas“ bezeichneten Drogenbosses, wurde von sieben Kugeln getroffen, überlebte aber dank einer Notoperation. Vor der Tat hatte das Opfer an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert worden war. Mitglieder der Familie des Opfers teilten mit, sich rächen zu wollen.

Ob und in welcher Weise der Angriff vom Donnerstagabend in Hameln mit diesem Verfahren in Zusammenhang steht, ist offen. Mögliche Motive – darunter ein Racheakt – sind Gegenstand der Ermittlungen.

Eine frühere Version dieses Artikels enthielt einen stellenweise anderen Tathergang. Die aktuelle Fassung basiert auf der Aussage eines der Betroffenen.

Bildquellen

  • Spurensuche – Feuerwehr leuchtet den Tatort aus: Tim Menke
  • Ein Diensthund sucht im Umfeld des Tatorts nach Spuren: Tim Menke
  • Polizeieinsatz in der Nähe des Tatorts: Tim Menke

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