Manche Bücher beschreiben, wie Macht funktioniert. Der Proceß beschreibt, wie sie sich anfühlt.
Franz Kafka schrieb den Roman 1914 und 1915, ließ ihn unvollendet und...
Im Finale der Doku-Fiktion steigt der Richtige auf: Kommissar Riemann, Stufe A, beurteilt nach genau den Merkmalen, die er mitbringt. Peters erhält seine fiktive Nachzeichnung und verliert trotzdem, formal wasserdicht. Die PMK-Statistik meldet Erfolge, die Kategorie „nicht zuzuordnen" wächst. Niemand bricht ein Gesetz. Genau das ist der Befund: ein Apparat, der fehlerfrei funktioniert.
Eine Weisung an den Generalstaatsanwalt verbietet nichts, sie verlangt nur Berichte. Nach dem Brandsatz auf das Haus einer syrischen Familie: Einstellung, Motiv nicht manifestiert. Für rote Farbe am Parteibüro rücken zwölf Beamte aus. PMK-rechts sinkt um 31 Prozent, „nicht zuzuordnen“ steigt um 44. Peters gewinnt vor Gericht und gibt die Zahlen künftig selbst ein. Keine Einstufung ist falsch.
Ein Erlass ordnet die Wiederholungsüberprüfung im Staatsschutz an. Wendland gibt wahrheitsgemäß an: Gewerkschaft, Mahnwache, Kontakte zur Opferberatung. Ergebnis: Sicherheitsrisiko, Umsetzung zu den Jugendsachen. Peters nennt das „Gesinnungsprüfung“ und verliert Waffe und Kennung. Dann taucht ein parteiinterner Erfassungsbogen auf. Einschätzung: „Gegner, aktiv“. Jede Zeile darin stimmt.
Vier Polizeidirektionen werden zu zwei. Es entfallen genau die Sitze, deren Präsidenten der HfD unbequem waren. Hollmann landet in einer Stabsstelle, Hagemann gibt ein Interview und ist fünf Tage später suspendiert. In Hameln passt das neue Anforderungsprofil nur auf einen Bewerber von außen. Und der Brandsatz von Bad Pyrmont rutscht im Staatsschutz auf Rang 23 der offenen Vorgänge.
Niedersachsen, Herbst 2027: Die HfD regiert allein. Ein Dreizeiler nach § 30 BeamtStG schickt Landespolizeipräsident und Verfassungsschutzchef in den Ruhestand. Eine Sachbearbeiterin remonstriert gegen eine Strafabordnung und findet sich im Landesamt für Statistik wieder. Dann ändert ein unauffälliger Erlass die Beurteilungskriterien der Polizei. Alles legal. Auftakt einer Doku-Fiktion.
Kommunalwahl 2026: Griese klar wiedergewählt, Rat ohne einfache Mehrheit. Claudio Griese (CDU) bleibt Oberbürgermeister – mit 56,5 Prozent im ersten Wahlgang. Im Stadtrat wird es kompliziert: Weder Schwarz-Grün-Links noch Rot-Rot-Grün erreichen die nötigen 22 Sitze, eine Große Koalition käme auf 23. Beim Landrat entscheidet am 27. September die Stichwahl zwischen Dominik Petters (SPD) und Elisabeth Meyer (CDU).
Format hat vier Bestandteile: die Lage erkennen, die Instrumente des Gegenübers kennen, die Folgen vorhersehen, für die eigenen Leute einstehen. Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn hatte ein Jahr Zeit, sie zu zeigen. Ein Gutachten sagte verfassungswidrig, sie sagte nicht ersichtlich, die Staatsanwaltschaft sagte Anfangsverdacht. Was in diesem Jahr entschieden wurde, ist dokumentiert — und lässt sich prüfen.
Dossier Hameln gibt es, weil EKHK Manfred Hellmich vor zwei Jahren einen Beschluss hinterließ, den er durch eine manipulativ zusammengestellte Akte erschlichen haben soll — und den seine Nachfolgerin vollstreckte: mit 100 Beamten, ohne tragfähigen Tatverdacht. Was folgte: Einstellung, Gründung Dossier Hameln, Strafverfahren gegen Kripo-Beamte. All das hat einen Ursprung.
In der Rittergutstraße in Hessisch Oldendorf-Weibeck sind am Sonntagnachmittag mindestens sieben Menschen verletzt worden, teils schwer. Laut Polizei gab es Stich- und Schussverletzungen, zwei Personen wurden von einem Auto erfasst. Nach Informationen von Dossier Hameln führten mehrere Angreifer Macheten. Zwei Tatverdächtige sind festgenommen. Eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht nicht.
Nach Urkundenunterdrückung nun Hausfriedensbruch? Zum zweiten Mal binnen weniger Monate leitet die Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren gegen Beamte der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden — diesmal wegen Hausfriedensbruchs. Im ersten Verfahren geht es um Urkundenunterdrückung bei einem Großeinsatz mit 100 Beamten. Jetzt: Wohnungstüren aufgebrochen, kein Beschluss, keine Rechtsgrundlage. Die Stadt Hameln räumt das ein. Die Polizei schweigt.
Die AfD bezieht erstmals feste Räume in Hameln, wenige Wochen vor der Kommunalwahl. Ein Blick in ihre Beschlusslage statt auf ihre Plakate: Grundsteuer streichen, Bürgergeld um 30 Prozent kürzen, Rentenalter 67, Windräder abreißen, zurück zur nationalen Währung. Dazu ein Personaltableau mit zwei rechtskräftigen Verurteilungen – und ein Landesverband, den der Verfassungsschutz hochgestuft hat.
Seit rund drei Monaten verlieren Autofahrer an der Pyrmonter Straße die Verbindung zwischen Handy und Auto — reproduzierbar, in beiden Richtungen. Bei einem Ortstermin stieß Dossier Hameln auf eine Sendeanlage an einer Hausfassade, die im selben Frequenzband arbeitet. Ob sie die Ursache ist, muss die Bundesnetzagentur klären. Sie kannte den Fall bis zur Anfrage dieser Redaktion nicht.
Manche Bücher erklären, wie Systeme funktionieren. Der Kampf ums Recht erklärt, warum jemand darauf besteht, dass sie es tun. Rudolf von Jhering hielt den Vortrag 1872 in Wien vor überfülltem Saal. Sein Gedanke: Recht ist nichts, was man hat – es ist etwas, was man behauptet. Und wer es nicht behauptet, verliert es. Nicht nur für sich.
Fachkommissariat: übergangen. Streifendienst: überstimmt. Belastungszeugin: nie vernommen. Kontrollbericht „alle Personen negativ": nicht in der Akte. Beschluss: zweieinhalb Monate liegen geblieben. Dann die Hundertschaft. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Ermittler. Angezeigt sind vier ZKD-Beamte wegen Urkundenunterdrückung, zwei davon haben den Kriminaldienst geleitet.
Die Stadt Hameln hat eingeräumt, dass für das Aufbrechen von vier Wohnungstüren keine tragfähige Rechtsgrundlage feststellbar ist. Offen bleibt, wer es angeordnet hat — und welche Rolle die Polizei dabei spielte, die nach Darstellung der Stadt nur zum Schutz der Mitarbeiter dabei war. Der Chefredakteur dieser Zeitung hat Strafanzeige erstattet. Die Anzeige in Teilen im Wortlaut.
Am 11. Juni wurden in der Koppenstraße vier Wohnungstüren aufgebrochen. Die Stadt Hameln hat nach eigener Prüfung eingeräumt, dass sich dafür keine tragfähige Rechtsgrundlage feststellen lässt. Laut Stadt war die Polizei nur zum Schutz der Mitarbeiter dabei — Hinweise deuten darauf hin, dass sie mehr tat als danebenzustehen. Diese Zeitung hat Strafanzeige erstattet.
Diesmal ohne Feuer, ohne Knall – aber nach demselben Muster: Am Wochenende haben Unbekannte an der B442 „Am Deisterbahnhof" in Bad Münder das Sichtfenster...
Über 100 Beamte, zwei Beschuldigte, ein eingestelltes Verfahren. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover in umgekehrter Richtung: gegen Polizeibeamte, wegen Urkundenunterdrückung. Der Vorwurf lautet, der Ermittlungsrichterin seien entlastende Umstände vorenthalten worden. In den nächsten acht Wochen dürften die Beteiligten unter Wahrheitspflicht aussagen.
Der Bereich rund um den Hamelner Bahnhof ist seit dem 15.12.2023 ein "gefährlicher Ort". Die amtliche Bekanntmachung hierzu stammt vom 14. Januar 2024, die...