Bad Pyrmont, Bad Münder, Emmerthal: neue Bürgermeister, weniger Wähler

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Drei Rathäuser im Landkreis Hameln-Pyrmont haben seit Sonntag, 27. September 2026, neue Chefs. In Bad Pyrmont setzte sich Hans-Joachim Böhnke (SPD) gegen Carolin Muschter (Pyrmont INTAKT) durch, in Bad Münder gewann Martin Kohn (SPD) gegen Thomas Konior (CDU). In Emmerthal holte Henry von Klencke (CDU) das Amt.

Gewählt wurde parallel zur Landrats-Stichwahl, die Dominik Petters (SPD) für sich entschied. Über den Wahlabend im Kreishaus hat Dossier Hameln bereits berichtet. Die Zahlen der drei Bürgermeisterwahlen stammen aus der Wahlpräsentation der Kommunen im System votemanager.

Bad Pyrmont: Böhnke legt deutlich zu

Am klarsten fiel das Ergebnis in der Kurstadt aus. Böhnke kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 4.246 Stimmen und 63,98 Prozent, Muschter auf 2.390 Stimmen und 36,02 Prozent. Im ersten Wahlgang am 13. September hatte Böhnke 40,33 Prozent erreicht, Muschter 28,63 Prozent. Der CDU-Kandidat Grages war mit 21,90 Prozent ausgeschieden, Einzelbewerber Rainer Timpe mit 9,14 Prozent.

Ein Blick auf die absoluten Zahlen zeigt, woher der Abstand kommt: Böhnke gewann gegenüber dem ersten Wahlgang rund 750 Stimmen hinzu, Muschter erhielt knapp 90 Stimmen weniger als zwei Wochen zuvor. Die Stimmen der ausgeschiedenen Bewerber gingen also, soweit ihre Wähler überhaupt noch einmal abstimmten, ganz überwiegend an den SPD-Kandidaten.

Bad Münder: Sieg mit weniger Stimmen als im ersten Durchgang

In Bad Münder lag Kohn schon am 13. September mit 48,15 Prozent knapp unter der absoluten Mehrheit. Konior kam damals auf 30,34 Prozent, AfD-Kandidat Becker auf 21,50 Prozent. In der Stichwahl erreichte Kohn nach dem amtlichen Endergebnis 3.574 Stimmen und 60,58 Prozent, Konior 2.326 Stimmen und 39,42 Prozent.

Bemerkenswert: Beide Kandidaten erhielten in der Stichwahl weniger Stimmen als im ersten Wahlgang, Kohn rund 740 weniger, Konior rund 400 weniger. Grund ist die stark gesunkene Beteiligung. Sie fiel in Bad Münder von 64,49 Prozent auf 42,19 Prozent – von den gut 14.100 Wahlberechtigten gaben nur noch 5.962 ihre Stimme ab.

Emmerthal: Vorsprung in der Stichwahl ausgebaut

Am knappsten war die Ausgangslage in Emmerthal, wo der bisherige Bürgermeister Petters in das Kreishaus wechselt. Im ersten Wahlgang trennten von Klencke (41,17 Prozent) und Daniel Meier (SPD, 39,72 Prozent) nur 83 Stimmen. AfD-Kandidat Schriegel war mit 19,11 Prozent ausgeschieden. In der Stichwahl baute von Klencke den Vorsprung aus: 2.478 Stimmen und 55,62 Prozent gegenüber 1.977 Stimmen und 44,38 Prozent für Meier, so das vorläufige Ergebnis.

Emmerthal hatte zugleich die höchste Beteiligung der drei Kommunen. Am 13. September gingen dort 71,17 Prozent der Wahlberechtigten wählen, in der Stichwahl immer noch 55,50 Prozent.

Beteiligung sinkt in allen drei Kommunen

Der Rückgang zieht sich durch alle drei Kommunen. In Bad Pyrmont sank die Beteiligung von 57,06 auf 43,13 Prozent, in Emmerthal um knapp 16 Punkte, in Bad Münder um mehr als 22 Punkte. Damit wurden die neuen Bürgermeister in Bad Pyrmont und Bad Münder jeweils von gut einem Viertel der Wahlberechtigten gewählt.

Die Ergebnisse aus Bad Pyrmont und Emmerthal sind noch vorläufig, die Wahlausschüsse stellen das amtliche Endergebnis fest. Für Bad Münder liegt das amtliche Endergebnis bereits vor. Die Einzelergebnisse nach Wahlbezirken veröffentlichen die Städte und Gemeinden in ihrer Wahlpräsentation, etwa für Bad Pyrmont, für Bad Münder und für Emmerthal.

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