Der Umweg über Hachmühlen und Coppenbrügge soll für Autofahrer in Hasperde ein Ende haben. Die Hasperder Straße, Teil der Landesstraße 423 im Ortsteil Hasperde der Stadt Bad Münder am Deister, soll am Freitag, 23. Oktober 2026, gegen 15 Uhr wieder freigegeben werden. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, hat dort die Fahrbahndecke erneuert. Die Arbeiten seien wie geplant abgeschlossen worden, teilt die Behörde mit.
Saniert wurde der Abschnitt vom Abzweig der B 217 bis zur Zufahrt zum Schloss Hasperde, die während der Bauzeit frei blieb. Stellenweise wurde auch der Geh- und Radweg erneuert. Geplant hatte die Behörde die Vollsperrung für die 42. Kalenderwoche in den Herbstferien und mit etwa zwei Wochen Bauzeit gerechnet. Der Verkehr wurde in dieser Zeit großräumig umgeleitet: über die B 217 nach Hachmühlen, weiter über die B 442 bis zur B 1 bei Coppenbrügge und von dort über die L 423 durch Hohnsen zurück nach Hasperde.
Geld aus dem Sondervermögen des Bundes
Bezahlt wird die neue Decke nach Angaben der Landesbehörde aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaschutz. Aus diesem Topf will das Land in den kommenden zehn Jahren zusätzlich 500 Millionen Euro in seine Landesstraßen stecken. Das schreibt das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen am 31. März 2026 in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage im Landtag, die sich eigentlich um Straßen in der Wesermarsch drehte. Der reguläre Landesstraßenbauplafond bleibt demnach 2026 bei 109,5 Millionen Euro, so viel wie 2024 und 2025. Landesweit sollen in diesem Jahr mehr als 200 Kilometer Landesstraße erneuert werden. Was die Arbeiten in Hasperde gekostet haben, hat die Straßenbaubehörde nicht mitgeteilt.
Die L 423 bleibt auch über Hasperde hinaus ein Thema. Für die Ortsumgehung Coppenbrügge/Marienau, die bis 2029 fertig sein soll, wird ihr Anschluss laut Planungsunterlagen verlegt oder höher gelegt. Ansprechpartner für die Arbeiten in Hasperde ist der Geschäftsbereich Hameln der Straßenbaubehörde am Roseplatz, Telefon 05151 / 607 179.
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