Bad Münder: Mutmaßlicher Messerangriff in Hachmühlen – 28-Jähriger in U-Haft

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Nach einem mutmaßlichen Messerangriff im Bad Münderaner Ortsteil Hachmühlen sitzt ein 28-jähriger Mann in Untersuchungshaft. Das teilen die Staatsanwaltschaft Hannover und die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Am Freitag, 2. Oktober 2026, um 23.23 Uhr wählte ein 29-jähriger Mann den Notruf. Er gab an, in einer Wohnung in Hachmühlen von einem Mitbewohner mit einem Messer angegriffen worden zu sein. Vorausgegangen sei ein Streit.

Vorwurf: Stiche in Richtung Kopf und Hals

Nach Angaben der Ermittler soll der 28-jährige Beschuldigte mit dem Messer in Richtung Kopf und Hals des 29-Jährigen gestochen und ihm gedroht haben, ihn zu töten. Der 29-Jährige erlitt eine Schnittverletzung an der Hand und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Polizeikräfte nahmen den Beschuldigten im Garten des Hauses vorläufig fest. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft. Welcher Tatvorwurf ihm konkret zur Last gelegt wird und auf welcher Grundlage die Haft angeordnet wurde, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Wann ein Gericht Untersuchungshaft anordnen darf

Die Hürden dafür regelt § 112 der Strafprozessordnung: Gegen den Beschuldigten muss ein dringender Tatverdacht bestehen, hinzukommen muss ein Haftgrund – etwa Flucht, Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr. Zudem darf die Haft nicht außer Verhältnis zur Bedeutung der Sache und zur zu erwartenden Strafe stehen. Welche Voraussetzungen im Fall aus Hachmühlen angenommen wurden, haben die Behörden nicht mitgeteilt.

Messerangriffe in der Landesstatistik

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik des Landes Niedersachsen registrierte die Polizei im Jahr 2025 landesweit 3.185 Messerangriffe – 130 mehr als im Vorjahr, ein Plus von 4,26 Prozent. Gut die Hälfte davon (54,60 Prozent) waren Bedrohungen mit einem Messer. In 766 Fällen ging es um gefährliche oder schwere Körperverletzung, das waren 12,76 Prozent weniger als 2024.

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