Hessisch Oldendorf: Strohmiete bei Großenwieden brennt – Polizei sucht Zeugen

1 Min. Lesezeit.

Auf einem Getreidefeld bei Großenwieden, einem Ortsteil der Stadt Hessisch Oldendorf, ist am Samstag, 8. August 2026, eine Strohmiete in Brand geraten. Die Polizei schließt ein Branddelikt nicht aus und bittet um Hinweise, teilt die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden mit.

Gegen 4.34 Uhr rückten mehrere Ortsfeuerwehren aus. Sie fanden einzelne Flammen in der Strohmiete vor und begannen sofort mit dem Löschen. Verletzt wurde niemand. Beschädigt wurden mehrere Strohballen sowie ein angrenzender Leitpfosten. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 700 Euro.

Ursache noch ungeklärt

Wie das Feuer entstand, ist nach Polizeiangaben bislang ungeklärt. Ein Branddelikt könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei sucht Zeugen, die in den frühen Morgenstunden des 8. August im Bereich des Feldes verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt haben oder andere Hinweise zur Entstehung des Brandes geben können. Sie werden gebeten, sich bei der Polizeistation Hessisch Oldendorf unter der Telefonnummer 05152/69872-15 zu melden.

Strohlager und Brandstiftung

Feuer in Strohmieten beschäftigen die Feuerwehren in der Erntezeit regelmäßig. Der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen weist in einem Merkblatt zur Lagerung von Heu und Stroh darauf hin, dass viele Großbrände auf Brandstiftung zurückgehen. Zugleich könne sich nicht nur Heu, sondern auch Stroh erhitzen und selbst entzünden.

Rechtlich zählen landwirtschaftliche Erzeugnisse ausdrücklich zu den Gegenständen, die § 306 des Strafgesetzbuchs schützt. Für das vorsätzliche Inbrandsetzen fremder Sachen dieser Art sieht das Gesetz Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren vor, in minder schweren Fällen sechs Monate bis fünf Jahre.

NEUESTE MELDUNGEN