Die Stadt Hameln stellt ihren Mängelmelder ein. Ab Donnerstag, 1. Oktober 2026, sollen Schäden und Missstände im Stadtgebiet nur noch über die „Ha-Py“-App des Landkreises Hameln-Pyrmont gemeldet werden, teilt die Stadt mit. Bis Mittwoch, 30. September, laufen beide Wege parallel; danach wird die städtische Störungs-App abgeschaltet.
Über die Ha-Py-App können Mängel bereits seit Juni an die Stadtverwaltung geschickt werden. Meldungen werden dort nach Angaben der Verwaltung automatisch der zuständigen Kommune zugeordnet und direkt von der verantwortlichen Stelle bearbeitet. Die App enthält zudem Nachrichten aus den Kommunen, einen Veranstaltungskalender, Verwaltungsleistungen und einen Abfallkalender mit Erinnerungsfunktion.
Elf Jahre Störungs-App
Die städtische Störungs-App war 2015 eingeführt worden. Nach Angaben der Stadt haben jährlich Hunderte Menschen darüber Schäden gemeldet, die eine zentrale Stelle an die zuständigen Abteilungen weiterleitete. „Wir stellen sie nicht ein, weil sie sich nicht bewährt hätte, sondern weil wir gemeinsam mit den Kommunen im Landkreis den nächsten Schritt gehen“, wird Oberbürgermeister Claudio Griese zitiert. Wie viele Meldungen insgesamt eingingen und wie schnell sie bearbeitet wurden, nennt die Mitteilung nicht.
Wer nach dem Ende der Übergangszeit noch den alten Mängelmelder nutzt, erhält laut Stadt mit der Bestätigungsmail einen entsprechenden Hinweis. Bis dahin eingehende Meldungen werden unabhängig vom Meldeweg bearbeitet.
Smart-City-Projekt mit Bundesförderung
Die Ha-Py-App ist ein Smart-City-Projekt des Landkreises und wird im Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Einen Link zur App hat der Landkreis auf seinem Mitwirkportal eingerichtet.

