Hinter der Fassade des Hauses Bäckerstraße 48 in der Hamelner Altstadt haben sich zahlreiche Details aus der Zeit um 1900 erhalten. Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September 2026, können Interessierte das Gebäude bei Führungen von innen sehen. Darauf weist die Stadt Hameln hin.
Das denkmalgeschützte Haus entstand nach Angaben der Stadt um 1906 durch den Umbau eines älteren Gebäudes. Seine Fassade verbindet Elemente des Historismus und des Jugendstils. Im Inneren sind unter anderem florale Jugendstil-Wandfliesen, ein Terrazzoboden im Eingangsflur, farbige Bleiglasfenster und der verzierte Holzausbau des Treppenhauses erhalten. Dazu kommen ein Oberlicht im Dachbereich und ovale Deckenleuchten mit aufgefädelten Glasperlen.
Führungen zu Baugeschichte und Sanierung
Die Führungen beginnen um 11, 12, 13 und 14 Uhr und dauern jeweils etwa 45 Minuten. Treffpunkt ist der Hauseingang, eine Anmeldung ist nicht nötig. Weil in Kleingruppen geführt wird, kann es zu Wartezeiten kommen. Die Führungen sind nicht barrierefrei.
Inhaltlich geht es um die Geschichte des Hauses und um die laufende energetische und denkmalgerechte Sanierung: wie sich alte Bausubstanz erhalten lässt und trotzdem heutige Anforderungen an Energieeffizienz und Haustechnik erfüllt werden.
Auch das Museum Hameln beteiligt sich am Denkmaltag. Das Gebäude kann während der Öffnungszeiten auf eigene Faust erkundet werden. Außerdem gibt es drei kostenlose Führungen: zur Stadtgeschichte, zur Sonderausstellung „Uli Stein. Viel Spaß im Museum“ sowie zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner.
Der Tag des offenen Denkmals wird bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert und ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Informationen zum Aktionstag gibt es auf tag-des-offenen-denkmals.de.

