Die Ortsfeuerwehr in Lachem, einem Ortsteil von Hessisch Oldendorf, hat gleich drei Neuerungen gefeiert: eine erweiterte Fahrzeughalle, ein neues Fahrzeug und eine neu gegründete Jugendfeuerwehr. Darüber berichtet die Stadt Hessisch Oldendorf in einer Mitteilung vom Mittwoch, 30. September 2026. Die Einweihung des Anbaus war zuvor für Sonntag, 27. September, angekündigt worden.
Rund 1.300 Stunden Eigenleistung
Die neue Halle ist nach Angaben der Stadt rund zehn Meter lang und hat ein größeres Tor. Das alte Gerätehaus war mit acht Metern zu kurz für das größere Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik (TSF-L) der Ortswehr, hieß es in einer früheren Mitteilung vom 9. September.
Gebaut wurde der Anbau zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen, die laut Stadt rund 1.300 Arbeitsstunden leisteten. Koordiniert hatte die Arbeiten der frühere Zimmermann Willibald Piegsa. Die Kosten von rund 100.000 Euro liegen nach Angaben der Verwaltung im ursprünglich veranschlagten Rahmen.
Neues Fahrzeug, neue Jugendwehr
Außerdem hat die Ortsfeuerwehr einen neuen Mannschaftstransportwagen erhalten. Er kostete laut Stadt rund 50.000 Euro, für ihren Anteil hat die Ortswehr Spenden gesammelt. Bürgermeister Tarik Oenelcin und Stadtbrandmeister Tobias Ebbighausen übergaben Ortsbrandmeister Ralf Colusso und seinem Stellvertreter Patrick Brückner den symbolischen Schlüssel.
Neu ist zudem die Jugendfeuerwehr Hemeringen/Lachem. Zum Start zählt sie nach Angaben der Stadt 17 Mitglieder im Alter von 10 bis 16 Jahren. Der Stadtbrandmeister habe die Ortschaften bereits seit 2019 ermutigt, eine Jugendwehr zu gründen.
Feuerwehrhäuser und Fahrzeuge sind in Niedersachsen Sache der Kommunen: Nach § 2 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes müssen die Gemeinden eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufstellen, ausrüsten und unterhalten.

