Hameln-Pyrmont: Fünf Jahre Lernort Bückeberg – Jubiläum im Kreishaus

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Die Dauerausstellung des Dokumentations- und Lernorts Bückeberg besteht seit fünf Jahren. Das Jubiläum ist im Hamelner Kreishaus gefeiert worden, teilt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit. Nach Angaben des Landkreises nutzen inzwischen Schulklassen, Gruppen der Polizei und Vereine den Ort für historisch-politische Bildung.

Auf dem Bückeberg inszenierte das NS-Regime von 1933 bis 1937 die sogenannten Reichserntedankfeste. Der Lernort setzt sich damit auseinander, wie diese Propaganda wirkte. Für Schulklassen und andere Gruppen gibt es mehrstündige Programme; Partner sind unter anderem Schulen und die Polizei.

Land und Landkreis tragen den Lernort

Seit Anfang 2026 wird der Lernort institutionell vom Land Niedersachsen und vom Landkreis gefördert, so die Kreisverwaltung. Bei der Feier sprachen Barbara Otte-Kinast, Landrat Dirk Adomat und der Historiker Bernhard Gelderblom über die Bedeutung des Ortes. Otte-Kinast erinnerte daran, dass die beschworene „Volksgemeinschaft“ keine Gemeinschaft für alle gewesen sei. Adomat sagte, der Lernort sei „aus unserem Landkreis nicht mehr wegzudenken“.

Über die weitere Entwicklung diskutierten anschließend Elke Gryglewski, Sven Keller, Cornelia Siebeck und Jan Waitzmann. Die Moderation übernahm Kirsten John-Stucke.

Mehr Besucher als in Nürnberg

Der Bückeberg liegt bei Hagenohsen in der Gemeinde Emmerthal, südlich von Hameln am rechten Weserufer. Zu den Erntedankfesten kamen zuletzt mehr als eine Million Menschen – mehr als zu den Reichsparteitagen in Nürnberg, wie der Evangelische Pressedienst in einem Beitrag über die Geschichte des Ortes berichtet.

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