In der Hamelner Nordstadt haben nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden in der Nacht zu Donnerstag, 1. Oktober 2026, drei Autos gebrannt. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Gegen 2.41 Uhr meldeten Anrufer das Feuer in einem Hinterhof an der Chamissostraße.
Die Feuerwehr löschte die Flammen. Zwei Fahrzeuge brannten vollständig aus, ein drittes wurde teilweise zerstört. Beschädigt wurden außerdem ein Gartenhaus und ein Gartenzaun. Das Wohngebäude war nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht gefährdet, verletzt wurde niemand. Den Schaden schätzt die Polizei vorläufig auf rund 50.000 Euro.
Spur von brennender Mülltonne
Etwa 20 Meter entfernt brannte zudem eine Mülltonne. Von dort führte laut Polizei eine verrußte Spur zu den Autos, die Einsatzkräfte nahmen außerdem Benzingeruch wahr. Darauf stützt die Polizei ihre Annahme einer Brandstiftung.
Hinweise auf Tatverdächtige gibt es bislang nicht. Eine Fahndung im Nahbereich, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, blieb nach Angaben der Polizei ohne Ergebnis. Der Brandort wurde abgesperrt und beschlagnahmt, die Ermittlungen dauern an.
Autobrand ist kein Bagatelldelikt
Wer ein fremdes Kraftfahrzeug in Brand setzt, begeht nach § 306 des Strafgesetzbuchs eine Brandstiftung – ein Verbrechen. Das Gesetz sieht dafür Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren vor, in minder schweren Fällen sechs Monate bis fünf Jahre. Neben Autos nennt die Vorschrift unter anderem Gebäude, Hütten sowie Wälder als geschützte Objekte.

