Wieder ist die Feuerwehr zur Bessinger Spinne ausgerückt. Am Freitag, 11. September 2026, stießen an dem Knotenpunkt bei Bessingen im Flecken Coppenbrügge zwei Autos zusammen. Bereits Ende August hatte es an derselben Stelle einen ähnlichen Unfall gegeben, wie die Gemeindefeuerwehr Coppenbrügge berichtet.
Weil es in der ersten Meldung hieß, eine Person sei in einem der Fahrzeuge eingeklemmt, wurden mehrere Ortsfeuerwehren alarmiert. Vor Ort stellte sich die Lage anders dar: Die Insassen hatten ihre Autos bereits selbst verlassen. Die Feuerwehrleute kümmerten sich um sie, bis der Rettungsdienst eintraf. Wie schwer die Beteiligten verletzt wurden, geht aus den Angaben der Feuerwehr nicht hervor.
Anschließend sicherten die Einsatzkräfte die Unfallstelle und regelten gemeinsam mit der Polizei den Verkehr. Sie klemmten die Batterien der beiden Autos ab, räumten die Fahrzeuge von der Fahrbahn und beseitigten Trümmerteile.
„Eingeklemmt“ – und dann doch nicht
Dass die erste Meldung dramatischer klingt als die Lage, kommt bei Unfällen rund um Bessingen nicht zum ersten Mal vor. Am Montag, 2. April 2018, stießen nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden auf der Landesstraße 588 an der Anschlussstelle zur B 1 bei Bessingen zwei Autos zusammen. Ein Fahrer hatte die B 1 verlassen und war nach eigenen Angaben vom Bremspedal abgerutscht, sein Wagen rollte in die vorfahrtsberechtigte Landesstraße. Sechs Menschen wurden leicht verletzt. Auch damals war die Feuerwehr alarmiert worden, weil es in den ersten Anrufen hieß, Insassen seien eingeklemmt. Tatsächlich konnten alle die Autos selbst verlassen.
Wenige Wochen zuvor, am Sonntag, 4. Februar 2018, war ein Auto auf schneeglatter Fahrbahn der B 1 zwischen der Auffahrt Bessingen und Coppenbrügge in den Gegenverkehr geraten. Drei Autos waren beteiligt, fünf Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Die Bundesstraße war rund drei Stunden voll gesperrt.
Ob sich an der Kreuzung etwas ändert, ist offen
Ob die Polizei die Bessinger Spinne als Unfallschwerpunkt führt und ob Straßenbaubehörde oder Landkreis dort Änderungen prüfen, etwa an Beschilderung, Tempo oder Vorfahrtsregelung, ist öffentlich nicht bekannt. Auch zu den Ursachen der beiden Unfälle vom August und September liegen bislang keine Angaben vor.

