Hameln: Brand in Mehrfamilienhaus – zwei Bewohner im Krankenhaus

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Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hameln sind am Samstagabend, 12. September 2026, zwei Menschen verletzt worden. Eine 36-Jährige und ein 59-Jähriger kamen nach Angaben der Polizei mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das örtliche Krankenhaus. Bei der Tatortaufnahme hätten sich Anhaltspunkte für eine mögliche Brandstiftung ergeben, teilt die Polizei mit.

Bewohner im Haus eingeschlossen

Gegen 21.43 Uhr wurde die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland telefonisch alarmiert, nachdem die Rauchmelder im Treppenhaus ausgelöst hatten. Wie die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden berichtet, war das Treppenhaus vollständig verraucht und nicht mehr passierbar.

Die 36 Jahre alte Anruferin sowie zwei weitere Bewohner im Alter von 59 und 40 Jahren saßen in ihren Wohnungen fest. Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte konnten alle anwesenden Bewohner und eine Hauskatze gerettet werden.

Wenn der Fluchtweg voller Rauch ist

Dass die Bewohner in ihren Wohnungen blieben, entspricht dem, was Feuerwehren für diesen Fall empfehlen. Ein verrauchtes Treppenhaus dürfe nicht benutzt werden, bereits kleine Mengen eingeatmeter Rauchgase könnten tödlich sein. Stattdessen sollen Betroffene die Wohnungstür geschlossen halten, sich am offenen Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar machen und dort auf die Feuerwehr warten. Der Notruf der Feuerwehr ist die 112.

Wie wichtig eine frühe Warnung ist, zeigt der Fall: Hier lösten Rauchmelder im Treppenhaus den Alarm aus. Innerhalb der Wohnungen schreibt in Niedersachsen § 44 Absatz 5 der Niedersächsischen Bauordnung Rauchwarnmelder verbindlich vor – jeweils mindestens einen in Schlafräumen, Kinderzimmern und in Fluren, über die Rettungswege führen. Für die Betriebsbereitschaft sind grundsätzlich diejenigen verantwortlich, die die Wohnung tatsächlich nutzen, also in der Regel die Mieterinnen und Mieter, sofern der Eigentümer diese Pflicht nicht selbst übernimmt.

Ermittlungen zur Ursache

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Angaben zur Höhe des Sachschadens macht die Polizei bislang nicht.

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