Bäche und Flüsse im Wesertal sollen naturnäher und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel werden. Dafür haben die Unterhaltungsverbände Ilse-Hamel, Exter-Wesertal und Emmer-Humme am Dienstag, 25. August 2026, im Hamelner Kreishaus die Gewässerallianz Wesertal gegründet. Das teilt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit. Ihre Arbeit nimmt die Allianz am Dienstag, 1. September 2026, auf.
Die Allianz gehört zum Förderprogramm „Gewässerallianz Niedersachsen“ des Landes und arbeitet eng mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen. Koordiniert wird sie vom Unterhaltungsverband Ilse-Hamel, Gewässerkoordinatorin ist Bianca Pohl.
Noch keine konkreten Maßnahmen
Ziel ist es, Maßnahmen für eine naturnahe und klimaresiliente Entwicklung von Fließgewässern und Auen vorzubereiten und umzusetzen, die biologische Vielfalt zu fördern und die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu unterstützen. Bereits abgestimmte Projekte gibt es nach Angaben des Landkreises noch nicht. Maßnahmen sollen zwischen Gewässerkoordinatorin, Verbänden und Landkreis abgestimmt werden; der Landkreis will bei der Datenerfassung und Umsetzung helfen.
Bei der Gründung waren neben den drei Verbänden auch die Untere Wasserbehörde und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises, die Stadt Hameln, der Landkreis Schaumburg und die benachbarte Gewässerallianz Leine-Westaue vertreten. Von deren Erfahrungen erhofft sich die neue Allianz zusätzliche Impulse.
Nur wenige Flüsse in gutem Zustand
Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen alle Gewässer spätestens 2027 einen guten oder sehr guten Zustand erreichen. Davon ist Deutschland weit entfernt: Laut Umweltbundesamt waren 2021 nur rund acht Prozent der Bäche und Flüsse mindestens in gutem ökologischem Zustand.

