Aus zwei berufsbildenden Schulen in Hameln ist eine geworden: Die Rüdiger-Butte-Schule (RBS) und die Eugen-Reintjes-Schule haben wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres ihre Fusion gefeiert. Das teilt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit. Die neue RBS versteht sich als Kompetenzzentrum für Wirtschaft, Technik und digitale Transformation.
Der bisherige Hauptstandort der RBS an der Breslauer Allee trägt künftig den Zusatz „Eugen-Reintjes-Campus“ und soll Zentrum der technischen und gestalterischen Ausbildung werden. Der zweite Standort in der Mühlenstraße bleibt bestehen.
„Wie eine Hochzeit“
Schulleiter Jens Buchholz sagte, die Fusion schaffe die Voraussetzungen, flexibel auf neue Anforderungen wie veränderte Ausbildungsberufe oder technische Standards zu reagieren. Er verglich das Zusammengehen zweier großer Kollegien mit einer Hochzeit: Man müsse miteinander sprechen, einander zuhören und die Vergangenheit des anderen respektieren.
Landrat Dirk Adomat ging auf die Schulentwicklung im Landkreis ein und betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung für die Region. Susanne Treptow, Vorsitzende des Fördervereins der RBS, und Cornelius Schorlemmer von der Reintjes Academy warben für einen gemeinsamen Förderverein.
Nach Angaben des Landkreises haben Schülerinnen und Schüler Zugang zu mehr als 250 Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben aus Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistung und Verwaltung. Auf dem Schulgelände wurden zudem Gedenkstätten für die Namensgeber Rüdiger Butte und Eugen Reintjes sowie eine neu gestaltete Gedenkwand zur Geschichte beider Schulen vorgestellt.

