Im Osterwald bei Coppenbrügge lebt seit Freitag, 7. August 2026, eine junge Luchsin. Das Tier wurde dort ausgewildert, teilt der Landkreis Hameln-Pyrmont mit. Die Luchsin trägt einen Halsbandsender. So soll beobachtet werden, ob sie sich im Revier niederlässt und möglicherweise Nachwuchs bekommt. Männliche Artgenossen leben im Osterwald bereits.
Weniger Konkurrenz als im Harz
Den Vorschlag, die Luchsin im Osterwald freizulassen, hatte das Harzer Luchsprojekt gemacht. Umwelt- und Landwirtschaftsministerium stimmten zu, abgestimmt wurde zudem mit den Niedersächsischen Landesforsten, den Jägerschaften sowie den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Hameln-Pyrmont und Hildesheim und der Region Hannover. Im Weser-Leine-Bergland sei der Konkurrenzdruck durch Artgenossen geringer als im Harz, und es gebe genug Platz für ein eigenes Revier, so der Landkreis.
Landrat Dirk Adomat bezeichnete den Luchs als „faszinierendes Tier“, das bei den heimischen Forsten als Sympathieträger gelte. Nach seinen Worten ist der Osterwald nun das nördlichste Auswilderungsgebiet Deutschlands. Das Umweltministerium wertet die Auswilderung laut Landkreis als Zeichen dafür, dass Naturschutz wirkt.
Im Harz werden Luchse seit vielen Jahren angesiedelt. Dort leben nach Angaben des Umweltministeriums inzwischen rund 160 Tiere, der größte Bestand in Deutschland, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Trotz wachsender Bestände gilt der Luchs weiterhin als gefährdete Art.

