Die Landesstraße zwischen Unsen und der B 217 gehört zu den Strecken, die das Land Niedersachsen im kommenden Jahr erneuern will. Sie steht im neuen Mehrjahresprogramm für Landesstraßen, mit dem das Land in den Jahren 2027 bis 2029 rund 500 Millionen Euro in Fahrbahnen, Brücken und Radwege stecken will. Das sind etwa 170 Millionen Euro pro Jahr, finanziert aus dem regulären Haushalt und aus dem Sondervermögen für Infrastruktur.
Landesweit sollen 2027 knapp 100 Projekte neu beginnen, 2028 rund 90. Das geht aus der Präsentation des Niedersächsischen Verkehrsministeriums zum Bauprogramm hervor. Langfristig will das Land rund 2.000 Kilometer besonders kritischer Strecken sanieren, bis die Laufzeit des Sondervermögens endet.
Diese Abschnitte im Landkreis stehen auf der Liste
Geplant werden die Projekte in der Region vom Geschäftsbereich Hameln der Landesstraßenbaubehörde, dessen Liste auch Strecken im Landkreis Holzminden und darüber hinaus enthält. In den Tabellen des Ministeriums finden sich für den Landkreis Hameln-Pyrmont diese Vorhaben:
Für 2027 sind zwei Abschnitte mit Geld aus dem Sondervermögen eingeplant: die L 423 von Unsen (Stadt Hameln) bis zur B 217 und die L 426 von Grießem (Flecken Aerzen) bis Bad Pyrmont. Für beide veranschlagt das Land jeweils 1,4 Millionen Euro.
2028 folgen die L 433 von Heßlingen bis zum Hemeringer Kreisel in Hessisch Oldendorf (0,6 Millionen Euro) und die L 424 zwischen Hameln und Tündern (0,45 Millionen Euro). Zwei weitere Strecken reichen über die Kreisgrenze: die L 434 vom Auetal im Landkreis Schaumburg bis Rohdental (Hessisch Oldendorf) mit 1,1 Millionen Euro und die L 428 von Ottenstein im Landkreis Holzminden bis Lüntorf (Gemeinde Emmerthal) mit 1,2 Millionen Euro.
Zählt man nur die Abschnitte zusammen, die vollständig im Landkreis liegen, kommt man auf knapp 3,9 Millionen Euro. Bei allen Projekten im Kreisgebiet handelt es sich laut den Tabellen um Fahrbahnerhaltung, also um eine neue Fahrbahndecke und keinen Ausbau. Neue Radwege oder Brückenprojekte weist das Papier für den Landkreis in den Jahren 2027 und 2028 nicht aus.
Wer nicht dabei ist, muss warten
Mit dem Programm legt das Land auch fest, welche Straßen vorerst nicht drankommen. Für die Zeit ab 2029 nennt das Ministerium bislang nur einen kurzen Ausblick mit wenigen Vorhaben und ohne Kostenangaben.
Noch offen ist, wann genau gebaut wird und welche Sperrungen und Umleitungen auf Pendler zukommen. Die Präsentation nennt nur das Jahr, in dem eine Baumaßnahme beginnen soll. Die Summen sind Planwerte des Landes.

