Bei einem Brand im Bad Münderaner Ortsteil Bakede ist am Donnerstagabend, 2. Juli 2026, ein Zweifamilienhaus vollständig zerstört worden. Die sieben Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden unverletzt verlassen, nachdem ein Nachbar an die Tür geklopft hatte.
Haus einsturzgefährdet
Der Notruf ging gegen 22.07 Uhr ein. Das Haus an der Mühlenstraße ist nach Polizeiangaben einsturzgefährdet und wurde noch in der Nacht teilweise abgerissen. Angrenzende Gebäude wurden vorsorglich geräumt.
Durch die Hitze wurde zudem ein auf dem Nachbargrundstück abgestelltes Auto beschädigt, an dem Kunststoffverkleidungen schmolzen.
Ursache noch ungeklärt
Nach einer ersten Einschätzung der Feuerwehr könnte das Feuer an einem direkt an das Haus grenzenden Unterstand entstanden sein. Die Ursache ist nach Angaben der Polizei noch ungeklärt. Wegen der Einsturzgefahr war eine Begehung des Brandortes zunächst nicht möglich.
Den Schaden am Haus schätzt die Polizei auf rund 200.000 Euro, den am Auto auf etwa 5.000 Euro. Die Stadt Bad Münder hat die Familie vorläufig untergebracht.
Rauchwarnmelder sind in Niedersachsen Pflicht
Unabhängig vom konkreten Brand in Bakede: In niedersächsischen Wohnungen müssen nach § 44 Absatz 5 der Niedersächsischen Bauordnung Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Für ältere Wohnungen galt eine Übergangsfrist bis Ende 2015. Für den Einbau sind die Eigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft in der Regel die Bewohner – also etwa Mieterinnen und Mieter –, sofern der Eigentümer diese Aufgabe nicht selbst übernimmt.

