Die Stadt Hameln ist für ihren Einsatz von Recyclingpapier ausgezeichnet worden. Im Papieratlas-Städtewettbewerb 2026 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) teilt sich Hameln mit der Stadt Herdecke den zweiten Platz in der Kategorie der Mittelstädte. Die Auszeichnung überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Bundesumweltministerium in Berlin, wie die Stadt Hameln mitteilt.
Nach Angaben der Stadt verwenden Verwaltung, Schulen und Hausdruckerei zu 100 Prozent Papier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel. Im Vergleich zu Frischfaserpapier habe die Stadt dadurch im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Millionen Liter Wasser und über 270.000 Kilowattstunden Energie eingespart. Die Stadt rechnet vor, das entspreche beim Wasser dem Tagesbedarf von mehr als 9.800 Menschen und beim Strom dem Jahresverbrauch von 77 Drei-Personen-Haushalten. Die Zahlen stammen aus dem Wettbewerb und lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Tübingen vorn, Durchschnitt über 91 Prozent
Laut der veröffentlichten Ergebnisübersicht des Papieratlas haben sich in diesem Jahr 114 Städte beteiligt, darunter 55 Großstädte und 59 Mittelstädte. Die durchschnittliche Recyclingpapierquote aller Teilnehmer lag bei 91,47 Prozent. Platz eins bei den Mittelstädten belegt die Universitätsstadt Tübingen, die ebenfalls auf 100 Prozent Recyclingpapier kommt und einen Sonderpunkt mehr erreichte als Hameln. Die vollständige Auswertung ist auf papieratlas.de abrufbar.
Der Papieratlas erfasst nach Angaben der Veranstalter seit 2008 jährlich Papierverbrauch und Recyclingquoten deutscher Städte, seit 2016 auch von Hochschulen und seit 2018 von Landkreisen. Partner sind unter anderem das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die kommunalen Spitzenverbände.

