Auf den städtischen Friedhöfen in Hameln beginnt die jährliche Kontrolle der Grabsteine. Ab der Woche vom 24. August 2026 prüfen Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung alle Grabmale darauf, ob sie noch sicher stehen. Das kündigt die Stadt Hameln an.
Hintergrund: Mit den Jahren kann die Standfestigkeit eines Grabsteins nachlassen. Ein umstürzendes Grabmal kann Friedhofsbesucher verletzen.
Druckgerät statt Rütteln
Die Stadt tritt dabei einer Vermutung entgegen, die unter Angehörigen offenbar kursiert: Die Mitarbeiter würden keineswegs an den Steinen rütteln. Geprüft werde stattdessen mit einem speziellen Gerät, das kontinuierlich einen festgelegten Druck aufbaut.
Hält ein Stein diesem Druck nicht stand, bekommt er einen farbigen Aufkleber. Der Hinweis richtet sich an die Angehörigen: Ihr Grabmal steht nicht mehr sicher und könnte andere Besucher verletzen. Erkennen die Prüfer in Ausnahmefällen eine unmittelbare Gefahr, legen sie den Stein vorsorglich um, so die Stadt.
Wer einen Aufkleber am Grab seiner Angehörigen findet, kann sich an die städtische Friedhofsverwaltung oder an einen Steinmetzbetrieb wenden, um das Grabmal wieder sicher befestigen zu lassen.

