In Salzhemmendorf ist am Montag, 3. August 2026, gegen 19.43 Uhr ein Traktor während der Feldarbeit in Brand geraten. Nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden brannte die Zugmaschine vollständig aus, die angehängte Rundballenpresse wurde leicht beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 140.000 Euro.
Im Traktor saßen der Fahrer und sein zehnjähriger Sohn. Beide blieben unverletzt.
Fahrer bemerkt Geruch und verlässt das Feld
Wie die Polizei mitteilt, nahm der Fahrer während der Arbeit einen ungewöhnlichen Geruch wahr. Er fuhr daraufhin vorsorglich vom Feld auf einen angrenzenden Wirtschaftsweg. Kurz danach schlugen Flammen aus dem Bereich des Auspuffs. Eigene Löschversuche blieben nach Polizeiangaben ohne Erfolg.
Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Dabei platzte ein Reifen des Traktors. Ein Feuerwehrangehöriger erlitt dadurch ein Knalltrauma und wurde leicht verletzt.
Flurschaden auf angrenzenden Flächen
Durch das Feuer entstand nach Angaben der Polizei zudem Flurschaden auf benachbarten landwirtschaftlichen Flächen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen gehen die Beamten von einem technischen Defekt als Ursache aus.
Wie sich Maschinenbrände in der Erntezeit vermeiden lassen
Brände an Traktoren, Pressen und Mähdreschern sind in der Erntezeit keine Seltenheit. Ein Fachbeitrag der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Fachmagazin top agrar nennt als wichtigste Vorsorge eine regelmäßige Wartung vor und während der Saison sowie das Abblasen von Staub und Pflanzenresten, am besten mit Druckluft. Nach längeren Einsätzen empfehlen die Fachleute, Lager mit einem Infrarot-Thermometer auf Überhitzung zu prüfen.
Außerdem raten sie, einen geprüften ABC-Pulverlöscher griffbereit mitzuführen, dessen Löschleistung allerdings begrenzt ist. Die Regeneration des Dieselpartikelfilters sollte demnach nicht auf dem Feld laufen, weil dabei hohe Temperaturen entstehen. Eine Kupplung mit Notentriegelung hilft, den Schlepper im Ernstfall schnell vom Anhängegerät zu trennen.

