Hameln. Am Reherweg in der Hamelner Nordstadt soll neuer Wohnraum entstehen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung beschloss am 5. Februar einstimmig mit 12 Stimmen den Entwurf und die öffentliche Auslegung zur Änderung 2 des Bebauungsplans Nr. 343A „Reherweg“. Der Verwaltungsausschuss berät am 25. Februar.
Das knapp ein Hektar große Plangebiet liegt zwischen Reherweg, Lemkestraße und Reimerdeskamp und ist bereits mit Wohnhäusern, Stellplätzen und Garagen bebaut. Der bestehende Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1972 – und ist damit über 50 Jahre alt. Die dort festgesetzten Baugrenzen stehen einer zeitgemäßen Weiterentwicklung und Nachverdichtung des Gebiets im Weg. Mit der Änderung sollen sie erweitert werden, um Raum für moderne Wohngebäude zu schaffen.
Das Verfahren wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB durchgeführt. Das bedeutet: Es wird von einer Umweltprüfung und einem Umweltbericht abgesehen, da die zulässige Grundfläche unter 20.000 Quadratmeter liegt und keine Natura-2000-Schutzgüter betroffen sind.
Die frühzeitige Beteiligung lief von November bis Dezember 2025. In dieser Phase gingen weder aus der Öffentlichkeit noch von den Trägern öffentlicher Belange relevante Stellungnahmen ein, die zu wesentlichen Änderungen geführt hätten. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf soll für mindestens 30 Tage in der Abteilung Stadtentwicklung und Planung sowie im Internet stattfinden.
Der KlimaCheck fällt insgesamt positiv aus: Zwar nimmt der Versiegelungsgrad voraussichtlich zu, dafür wird neuer Wohnraum geschaffen, ohne freie Landschaft in Anspruch zu nehmen. Die Gebäudesanierung wird als besonders klimapositiv bewertet. Direkte finanzielle Auswirkungen für die Stadt entstehen durch den Bebauungsplan nicht.


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