Hameln-Unsen: Scheune und Pferdestall brennen – rund 750.000 Euro Schaden

1 Min. Lesezeit.

Im Hamelner Ortsteil Unsen sind am Montag, 3. August 2026, gegen 1.22 Uhr eine landwirtschaftlich genutzte Scheune und ein angrenzender Pferdestall in Brand geraten. Nach Angaben der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden verendete dabei ein Pferd. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 750.000 Euro.

Bewohner retten Fahrzeuge und Pferde

Die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses wurden laut Polizei von einem lauten Geräusch geweckt und brachten sich in Sicherheit.

Anschließend holten zwei Erwachsene nach Polizeiangaben mehrere Fahrzeuge aus der Scheune und die Pferde aus dem Stall. Ein Tier verendete dennoch.

Zwei Leichtverletzte

Die beiden erlitten leichte Verletzungen, unter anderem eine Rauchgasvergiftung und eine Brandverletzung an der Hand. Rettungskräfte behandelten sie vor Ort ambulant.

Warum das Feuer ausbrach, ist nach Angaben der Polizei bislang ungeklärt. Die Ermittlungen dauern an.

Brandschutz auf Höfen mit Tierhaltung

Bei Bränden in Ställen gelten Kurzschlüsse und mangelhafte Elektroinstallationen als häufige Auslöser, wie ein Fachkongress zum Brandschutz in der Nutztierhaltung herausgearbeitet hat, über den das Fachmagazin top agrar berichtete. Empfohlen wird dort, Elektroanlagen nur von Fachleuten einrichten und warten zu lassen und Stroh oder anderes brennbares Material nicht in der Nähe von Sicherungskästen zu lagern. Ob in Unsen ein solcher Zusammenhang besteht, ist offen; die Polizei hat sich zur Ursache bislang nicht geäußert.

Pferde sind nach den Erkenntnissen der Fachleute Fluchttiere, die sich selbst in Sicherheit bringen können, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau rät laut top agrar zudem, Heu und Stroh nur trocken einzulagern, um Selbstentzündung zu vermeiden, Feuerlöscher gut zugänglich bereitzuhalten und alle zwei Jahre prüfen zu lassen sowie Fluchtwege freizuhalten.

NEUESTE MELDUNGEN