Freitag, Januar 23, 2026
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Blitzer-Bilanz 2025: 2,4 Mio. Euro Geldregen für Kreisverwaltung

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat Bilanz bei der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung gezogen. Das Ergebnis: über 54.000 Verstöße, 2,4 Millionen Euro Einnahmen – und ein Raser, der alle Rekorde brach.

Der Spitzenreiter

Den unrühmlichen Titel „Raser des Jahres“ sicherte sich eine Person in der Bahnhofstraße in Bad Pyrmont: 132 km/h – bei erlaubten 50. Eine Überschreitung um 82 km/h, innerorts. Die Höchststrafe: 2.000 Euro Bußgeld.

Die Zahlen

Im Jahr 2025 wurden im Landkreis insgesamt erfasst:

  • Mobile Anlage: 14.054 Verstöße
  • Trailer (semi-mobil): 39.749 Verstöße
  • Kombinierte Anlage: 837 Geschwindigkeitsverstöße, 57 Rotlichtverstöße

Insgesamt wurden 460 Fahrverbote ausgesprochen, davon 246 im Zusammenhang mit der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung.

Die Hotspots

Die drei Messorte mit den meisten Verstößen:

  1. B1 / Wangelister Straße (Hameln): 192 Verstöße pro Tag
  2. B217 / Hachmühlen (Bad Münder): 112 Verstöße pro Tag
  3. B1 / B83 Pyrmonter Straße (Hameln): 103 Verstöße pro Tag

Ein positiver Trend

Trotz der hohen Zahlen gibt es auch gute Nachrichten: Die Verstöße sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Bei den Trailer-Messungen sank die Zahl von durchschnittlich 88 Verstößen pro Einsatztag (2024) auf 68 Verstöße (2025) – ein Rückgang um 23,3 Prozent.

„Das lässt den Schluss auf eine nachhaltige Verhaltensänderung und damit auf einen Gewinn an Verkehrssicherheit zu“, erklärt Jana Seyfarth, Leiterin des Straßenverkehrsamtes.

Einnahmen und Kosten

Die Einnahmen aus der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung beliefen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Dem stehen allerdings Ausgaben für Personal, Miete, Wartung und Versicherung der Anlagen gegenüber.

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