Hameln. Der Stadtteil Rohrsen soll zum 1. März 2026 eine eigene Ortsfeuerwehr erhalten. Die entsprechende Beschlussvorlage wird am 11. Februar im Ausschuss für Recht und Sicherheit beraten – nachdem der Finanzausschuss das Thema im November zunächst zurückverwiesen hatte.
Hintergrund ist ein Kommandobeschluss der Ortsfeuerwehr Hameln vom November 2025. Die Schwerpunktfeuerwehr setzt künftig auf eine Zwei-Standorte-Lösung mit dem etablierten Gerätehaus an der Ruthenstraße im Süden und dem neuen Standort in der Nordstadt. Eine eigenständige Ortsfeuerwehr in Rohrsen wird dabei ausdrücklich befürwortet.
Die Gründung ist allerdings an strenge Auflagen geknüpft. Mindestens 20 Einsatzkräfte müssen bereitstehen, wobei die Hälfte davon innerhalb von drei Kilometern Fahrweg zum Feuerwehrhaus Rohrsen wohnen muss. Alle Gründungsmitglieder müssen nachweisen, dass sie in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich mindestens 40 Dienststunden pro Jahr geleistet und regelmäßig an Übungen und Einsätzen teilgenommen haben.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Schwerpunktfeuerwehr Hameln: Da die Neugründung eine Personalverschiebung bedeutet, muss dort nachgewiesen werden, dass mindestens 16 voll einsatzfähige Atemschutzgeräteträger verbleiben – auch mit Blick auf Einsätze im Bereich der chemischen, biologischen, radioaktiven und nuklearen Gefahrenabwehr.
Das Abwerben von Kameraden aus anderen Hamelner Ortsfeuerwehren ist der neuen Einheit untersagt. Stattdessen sollen kontinuierlich Mitglieder aus dem Ortsbereich gewonnen werden. Eine umfassende Evaluation ist für die Feuerwehrbedarfsplanung 2028 vorgesehen.
Finanziell kommen auf die Stadt noch nicht kalkulierbare Kosten zu: Ein neues Feuerwehrgerätehaus und ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) werden benötigt. Die Priorität des Gerätehausbaus in Rohrsen soll allerdings bis zum Abschluss der Bedarfsplanung 2028 zurückgestellt werden.
Bildquellen
- Löschtrupp im Einsatz: Shutterstock


Recent Comments