Am frühen Freitagmorgen führten Einsatzkräfte der Polizei in Meiborssen bei Holzminden umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen durch. Der Verdacht auf illegalen Cannabis-Anbau bestätigte sich: Die Beamten stellten rund 200 Cannabispflanzen sicher und nahmen zwei Männer fest.
Die Razzia begann gegen 06:00 Uhr morgens, als Polizeibeamte zwei durch das Amtsgericht erlassene Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckten. Die Maßnahmen richteten sich gegen zwei Objekte in der kleinen Ortschaft Meiborssen, einem Ortsteil von Holzminden. Vorausgegangen waren Hinweise auf den illegalen Anbau von Cannabis in größerem Umfang.
In einem der durchsuchten Objekte bestätigte sich der Verdacht in vollem Umfang: Die Ermittler entdeckten eine professionell eingerichtete Cannabis-Plantage mit circa 200 Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien. Die gesamte Anlage samt der Pflanzen wurde beschlagnahmt und sichergestellt.
Im zweiten durchsuchten Objekt fanden die Polizisten zwar keine fertigen Pflanzen vor, jedoch eine vollständig eingerichtete Anlage, die offensichtlich zur Vorbereitung für den Anbau von Cannabis diente. Auch hier wurden Ausrüstung und Materialien sichergestellt.
Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen wurde vor Ort ein 53-jähriger Mann festgenommen. Er wurde für weitere polizeiliche Maßnahmen und Vernehmungen zur Dienststelle nach Holzminden gebracht.
Ein weiterer Beschuldigter, ein 34-jähriger Mann, der mit dem unerlaubten Cannabis-Anbau in Verbindung gebracht werden konnte, hielt sich zum Zeitpunkt der Razzia nicht in Meiborssen auf. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte er jedoch durch Polizeikräfte im Bereich Harburg (Landkreis Harburg) ausfindig gemacht und ebenfalls vorläufig festgenommen werden.
Beide Männer stehen im dringenden Verdacht, gemeinschaftlich eine illegale Cannabis-Plantage betrieben zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim, die die Ermittlungen leitet, prüft derzeit die Voraussetzungen für die Beantragung eines Untersuchungshaftbefehls gegen die beiden Beschuldigten.
Die polizeilichen Maßnahmen und Ermittlungen der Polizei Holzminden dauern an. Es wird geprüft, ob weitere Personen an dem illegalen Anbau beteiligt waren und wohin die produzierten Betäubungsmittel geliefert werden sollten. Presseanfragen zu den weiteren Ermittlungen sind an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hildesheim zu richten.
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- Polizeiabsperrung Streifenwagen: Shutterstock.com


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