Freitag, Januar 23, 2026
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Silvester in Hameln: Friedliche Feiern, aber 40.000 Euro Schaden nach Balkonbrand

Während die meisten Menschen im Weserbergland entspannt ins Jahr 2026 rutschten, hielten Brände und fehlgeleitete Böller die Einsatzkräfte in Atem. Besonders in Hameln endete die Nacht für eine Anwohnerin dramatisch.

Hameln/Holzminden. Die Bilanz der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden fällt insgesamt positiv aus: Trotz vereinzelter Eskalationen blieb die Lage im Zuständigkeitsbereich „überwiegend friedlich“. Doch die Ruhe war trügerisch, wie mehrere Brände im Stadtgebiet zeigen.

Balkonbrand im „Hohen Feld“ – Wohnung unbewohnbar

Gegen 02:00 Uhr nachts kam es zum schwersten Zwischenfall: In der Straße „Hohes Feld“ schlug ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses ein. Das dort gelagerte Holzmobiliar fing sofort Feuer. Die Flammen fraßen sich schnell durch die Fassade und griffen auf die Wohnung über. Die 50-jährige Bewohnerin konnte sich wie durch ein Wunder unverletzt ins Freie retten, verlor jedoch ihr Zuhause – die Wohnung ist vorerst unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 40.000 Euro.

Müllcontainer in Vollbrand: Hauswand und Pkw beschädigt

Nur 40 Minuten später krachte es in der Morgensternstraße. Ein vermutlich unsachgemäß entsorgter Böller setzte einen Müllcontainer in Brand. Als die Feuerwehr eintraf, stand dieser bereits in Vollbrand. Die enorme Hitzeentwicklung beschädigte nicht nur eine angrenzende Hauswand, sondern setzte auch einem geparkten Auto zu. Nur das schnelle Eingreifen der Brandbekämpfer verhinderte Schlimmeres.

Serie von Kleinbränden

Über das Stadtgebiet verteilt kam es zu einer Reihe weiterer Einsätze. Ob brennende Hecken, Bäume oder rauchende Mülltonnen: Die Polizei vermutet in fast allen Fällen den unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik oder gar vorsätzliche Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz.

Polizeichef zieht positive Bilanz

Trotz der Sachschäden zeigt sich Inspektionsleiter Matthias Kinzel zufrieden. Dank massiver Präsenz und der engen Verzahnung mit Feuerwehr und Ordnungsamt habe man „frühzeitig auf Störungen reagieren“ können. Kinzel dankte vor allem den Bürgern, die trotz der Vorfälle rücksichtsvoll gefeiert hatten.

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