Die Weihnachtsfeiertage nutzten Einbrecher in der Region für eine Serie von Einbrüchen. Gleich vier Taten ereigneten sich zwischen dem 21. und 29. Dezember in Holzminden, Lenne, Stadtoldendorf und Bad Münder. Die Polizei ermittelt und prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Straftaten.
Schützenheim in Holzminden: Tresore aufgebrochen
Zwischen Sonntag, 21. Dezember, 12:00 Uhr, und Mittwoch, 24. Dezember, 10:00 Uhr, drangen unbekannte Täter in das Vereinsheim eines Schützenvereins in der Straße „Stadtpark“ in Holzminden ein. Die Einbrecher verschafften sich gewaltsam über eine Tür Zugang zum Gebäude und durchsuchten systematisch alle Räumlichkeiten. Dabei beschädigten sie mehrere Tresore und erbeuteten Wertgegenstände. Der entstandene Gesamtschaden bewegt sich im hohen vierstelligen Bereich.
Lagerhalle in Stadtoldendorf: Tresor komplett entwendet
Besonders dreist gingen Täter in Stadtoldendorf vor. Zwischen Samstag, 27. Dezember, 12:00 Uhr, und Sonntag, 28. Dezember, 12:30 Uhr, brachen sie in eine Lagerhalle eines Entsorgungsunternehmens in der Deenser Straße ein. Nach gewaltsamer Öffnung einer Tür durchsuchten die Kriminellen das Gebäude und entwendeten einen kompletten Tresor samt Inhalt – darunter Wertgegenstände und wichtige Dokumente. Anschließend entkamen sie unerkannt. Der Gesamtschaden liegt in diesem Fall im niedrigen sechsstelligen Bereich. Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Fahrzeuge im Tatzeitraum beobachtet haben.
Zweites Schützenheim in Lenne betroffen
Auch in Lenne schlugen Einbrecher zu. Zwischen Dienstag, 23. Dezember, 14:00 Uhr, und Montag, 29. Dezember, 14:00 Uhr, drangen Unbekannte über ein Fenster in das Vereinsheim eines Schützenvereins in der Grünen Allee ein. Sie durchsuchten die Räume nach Wertgegenständen und entkamen unerkannt. Der Schaden liegt im mittleren vierstelligen Bereich. Die Polizei Holzminden prüft derzeit, ob zwischen diesem Einbruch und dem Fall in der Straße „Stadtpark“ ein Zusammenhang besteht – möglicherweise handelt es sich um dieselben Täter.
Einfamilienhaus in Bad Münder durchsucht
In Bad Münder im Ortsteil Hachmühlen verschafften sich Täter zwischen Dienstag, 23. Dezember, 13:00 Uhr, und Samstag, 27. Dezember, 10:00 Uhr, über ein Fenster gewaltsam Zugang zu einem Einfamilienhaus in der Hachmühler Straße. Die Einbrecher durchsuchten sämtliche Räumlichkeiten nach Wertgegenständen. Die genaue Schadenshöhe und das entwendete Diebesgut sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Die Ermittler bitten dringend um Mithilfe: Wer im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat, insbesondere fremde Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Tatorte bemerkt hat, wird gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei Holzminden unter der Telefonnummer 05531/958-0 sowie die Polizei Hameln unter 05151/933-222 entgegen.
So schützen Sie sich vor Einbrechern:
Die dunkle Jahreszeit ist traditionell Hochsaison für Einbrecher. Die frühe Dämmerung und längere Abwesenheitszeiten während der Feiertage bieten Tätern ideale Bedingungen. Die Polizei gibt folgende Sicherheitstipps:
Mechanische Sicherung – die Basis:
- Investieren Sie in einbruchhemmende Fenster und Türen (mindestens Widerstandsklasse RC2)
- Nachrüsten ist oft günstiger als gedacht: Zusatzschlösser, Fensterschlösser und Querriegelschlösser erschweren das Eindringen erheblich
- Kellerfenster und Lichtschächte nicht vergessen – hier wird besonders häufig eingestiegen
- Terrassentüren und Balkontüren sind Schwachstellen und sollten besonders gesichert werden
Verhalten im Alltag:
- Türen und Fenster auch bei kurzer Abwesenheit verschließen – gekippte Fenster sind offene Fenster
- Rollläden nur zur gewohnten Zeit schließen, nicht tagsüber (wirkt sonst wie ein Signal für Abwesenheit)
- Anwesenheit vortäuschen: Zeitschaltuhren für Licht und Radio nutzen
- Nachbarn informieren und um Aufmerksamkeit bitten
- Briefkasten leeren lassen
- Keine Hinweise auf Abwesenheit in sozialen Medien posten
Alarmanlagen und Smart-Home-Technik:
- Ergänzend zu mechanischen Sicherungen können Alarmanlagen abschrecken
- Bewegungsmelder mit Beleuchtung sind einfach und effektiv
- Smart-Home-Lösungen ermöglichen Fernsteuerung von Licht und Rollläden
Im Ernstfall:
- Niemals Einbrecher auf frischer Tat stellen – Lebensgefahr!
- Sofort Polizei über Notruf 110 verständigen
- Nichts am Tatort verändern
Kostenlose Beratung nutzen: Die Polizei bietet kostenlose Vor-Ort-Beratungen an. Geschulte Fachberater begutachten Ihr Zuhause und geben konkrete, individuell zugeschnittene Sicherheitstipps. Umfassende Informationen und die Möglichkeit zur Terminvereinbarung finden Sie auf dem Portal der Polizei unter www.k-einbruch.de. Dort gibt es auch eine Übersicht förderfähiger Sicherheitstechnik und Informationen zu staatlichen Zuschüssen für Einbruchschutz.
Einbrüche melden – auch Versuche! Selbst gescheiterte Einbruchsversuche sollten der Polizei gemeldet werden. Diese Informationen helfen den Ermittlern, Tätermuster zu erkennen und Schwerpunkte für Präventionsarbeit zu setzen.
Bildquellen
- Einbrecher: Shutterstock
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