Hameln, 27. März 2026 – Am Donnerstagabend, 26. März 2026, ist eine 67-jährige Frau in Hameln Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Ihr 72-jähriger Ehemann erschien noch am selben Abend unaufgefordert auf der Wache der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden und gab an, seine Frau sei gestorben. Erst im Verlauf der Befragung kamen Hinweise auf einen vorangegangenen Streit ans Licht.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizei begann der Streit zwischen den Eheleuten zunächst verbal. Anschließend soll der 72-Jährige seine Frau durch Einwirkung auf den Hals getötet haben. Sofort entsandte Einsatzkräfte konnten beim Eintreffen in der gemeinsamen Wohnung nur noch den Tod der Frau feststellen. Der Tatverdächtige wurde noch in der Nacht vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an.
Spontane Mahnwache am Samstag
Als Reaktion auf die Tat hat sich in Hameln spontaner Protest formiert. Für Samstag, 28. März 2026, wird um 11:00 Uhr zu einer Mahnwache auf der Hochzeitshausterrasse in Hameln aufgerufen. Organisatorinnen und Unterstützerinnen betonen: Femizide seien keine Einzelfälle, sondern Ausdruck struktureller Gewalt gegen Frauen, der mit konsequentem politischen Handeln begegnet werden müsse.
„Wie viele Frauen müssen noch sterben, bevor endlich gehandelt wird?“, heißt es im Aufruf zur Veranstaltung. Die Kundgebung richtet sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt und fordert mehr gesellschaftliche und politische Priorität für den Schutz von Frauen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Mahnwache teilzunehmen.
Bildquellen
- Polizeiabsperrung: Shutterstock.com


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